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Zur Entstehung der
Prädikate
bei deutschen Weinen Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese,
Trockenbeerenauslese, Eiswein sind sogenannte “Prädikate”,die
für deutsche Weine typisch sind. Sie sind auch ein Beispiel
dafür, welche Vorteile deutsche Bürokratie aus
“Versäumnissen” noch zu ziehen in der Lage ist.
Der Fürstbischof zu Fulda, zu dessen Obliegenheiten gehörte, die
“Erlaubnis zur Weinlese” zu erteilen, “vergaß” ob ausgiebiger
Feiern mit niederen Rängen - auch Damen - anno 1775 die
Erteilung der Erlaubnis zur Weinlese.
Nach Überwindung des alkoholbedingten “Katers” fiel ihm das
jedoch ca. 3 Wochen später wieder ein.
Zur Überraschung aller - auch der fürstbischöflichen Minnedamen,
die ihre ausladenen Kleider zwischenzeitlich
wieder geordnet hatten - waren die Trauben von einer “Fäulnis
befallen”, die jedoch - als man den spät gelesenen
Wein gekeltert hatte - sich als qualitätssteigernd
herausstellte.
Sofort wurden die Behörden benachrichtigt, die Erlaubnis für die
Ausgabe des (doch eigentlich) “verfaulten”
Weines eingeholt und somit nahm die Qualitätsweinerzeugung
“zuckersüßer” deutscher Weine ihren Anfang
(was den Ruf deutscher “Zuckerweine” in den folgenden
Jahrhunderten nachhaltig beschädigen sollte).
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Meinung des Patrons:
Die Fäulnis wird durch einen Schimmelpilz hervorgerufen (Botrytis),
ist, sofern natürlich auf der Rebe geschehen und nicht durch
“Nachzuckern” nach der Lese, was der deutsche Gesetzgeber mit
dem - unsäglichen- Terminus “Süßreserve” erlaubt (?) - in jeder
Hinsicht ertragsreduzierend und qualitätssteigernd.
Für den Patron gibt´s somit keine “süßen” Weine. Nur liebliche.
Rat des Patrons:
Fragen Sie Ihren Weinhändler nach diesen “Besonderheiten süßer”
Weine. |